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BürgerBus übertrifft Erwartungen

Steigerung der Fahrgastzaheln um 60 %

Vor einem halben Jahr startete das Projekt „Bürgerbus Malente“. Ziel war es, die Dorfschaften rund um Malente besser mit dem Ortskern zu vernetzen sowie die Möglichkeiten zu nutzen, mit der Bahn in Richtung Eutin, Lübeck und Kiel weiterzufahren. „Der BürgerBus ist ein wichtiger Baustein, um den ländlichen Raum lebendig zu erhalten und damit aktive Daseinsvorsorge zu betreiben“, erklärt Joachim Schmidt, Vorsitzender der AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz e.V., „denn Mobilität ist für die ländliche Bevölkerung enorm wichtig und bedeutet ein Stück Lebensqualität. Deshalb ist es unsere Pflicht dieses Bedürfnis zu erfüllen.“

Im Rahmen des Projektes wurde ein Bus mit acht Sitzplätzen und einer Ausstattung zur Beförderung von Personen mit Handicap, wie z.B. Rollstuhlfahrer, angeschafft. Die AktivRegion unterstützte das 70.000 Euro teure Projekt mit rund 41.000 Euro. Der Kreis Ostholstein und die Gemeinde Malente teilten sich die verbliebene Summe. 

Gerechnet hatten die Organisatoren vom BürgerBus Malente e.V. mit dem Transport von ca. 9 Personen / Tag. Schon im ersten Quartal konnte diese Zielmarke erreicht werden. „Im zweiten Quartal wurden durchschnittlich sogar 15 Personen am Tag befördert. Das ist eine Steigerung von über 60 %“, erklärt Michael Winkel, Vorsitzender des BürgerBuses Malente e.V., mit Stolz. Gebrauch machen vor allem ältere Menschen mit Gehbehinderung und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren von dem Angebot. „Wir hätten noch weitere Kapazitäten, aber wir sind mit der Entwicklung wirklich sehr zufrieden“, resümiert Winkel.

Die Mitfahrer zahlen kein Entgelt für die Fahrt, sondern sind aufgefordert, eine Spende zu tätigen. Der Betrag pro Fahrgast betrug im letzten Quartal durchschnittlich 96 Cent. Winkel erklärt, dass vor allem Menschen, mit geringen geldlichen Mitteln den Bus nutzen würden. Auch Ostholsteins Landrat Reinhard Sager zieht angesichts der guten Fahrgastnachfrage eine positive Bilanz: „Die ersten sechs Monate zeigen, dass das gemeinsam entwickelte Betriebskonzept tragfähig ist.“ Der Bürgerbus Malente könne daher auch als Vorbild für weitere Bürgerbus-Initiativen gelten, so Sager.

„Die AktivRegion, die Gemeinde Malente und der Kreis haben das Projekt durch ihre finanzielle Unterstützung zwar erst ermöglicht, aber am Leben gehalten wird das Projekt durch den Einsatz der rund 21 ehrenamtlichen Fahrer, die für einen pünktlichen und reibungslosen Ablauf des Einsatzes sorgen. Dafür gebührt ihnen unser herzlichster Dank“, betont Tanja Rönck, Bürgermeisterin Malente.

 

Das Projekt „BürgerBus Malente“ sorgte auch schon auf Landesebene für große Resonanz. Günter Möller, Regionalmanager der AktivRegion, hatte im Juli auf der landesweiten Projektbörse in Rendsburg Gelegenheit, die Arbeit des Bürgerbusses als Beispiel für innovative Daseinsvorsorge im Rahmen eines Vortrages vorzustellen. „Das erfüllt uns natürlich mit großem Stolz, wenn eines unserer Projekt beispielhaft für gute Arbeit den anderen AktivRegionen in solch einem Rahmen präsentiert wird“, hebt Möller hervor.

 

Zur Information:

Der BürgerBus Malente e.V. hat zwei Quartalsberichte über die Nutzung des Bürgerbusses herausgegeben, die gerne angefordert werden können.

Email: vonhollen@aktivregion-shs.de