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„Wir sind sehr stolz darauf, dass die von uns erarbeitete Integrierte Entwicklungsstrategie (IES) durch das Land große Anerkennung erfährt“, erklärte Joachim Schmidt, Vorsitzender der LAG AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz am Mittwoch, den 29. Juli, in Eutin anlässlich der Vorstellung der Inhalte und Ziele dieser Strategie. Die AktivRegion habe im vergangenen Jahr intensiv die Ausgestaltung der neuen Förderperiode 2013 bis 2020 vorangetrieben, informierte Schmidt. Lohn der Arbeit wäre die erneute Bestätigung als Lokale Aktionsgruppe zur Umsetzung des LEADER-Konzeptes durch Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Umwelt, Landschaft und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. So könne jetzt die IES als Grundlage für künftige Fördermöglichkeiten dienen, so Schmidt. Damit stehen insgesamt 2,86 Mio € Fördergelder der EU zur Verfügung, die die 45 Kommunen der Kreise Plön und Ostholstein sowie Vereine, Verbände, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger aus der Region mit geeigneten Projekten beantragen können.

Das Leitmotiv „Lebens(t)räume verbinden - „natürlich“ - für eine zukunftsfähige Region“ soll dem Spannungsfeld, in dem sich die AktivRegion die nächsten Jahre bewegt, Ausdruck verleihen. Schmidt betonte, dass bei der Entwicklung der Strategie nicht nur die Mitglieder der AktivRegion, sondern auch die Öffentlichkeit, Verbände, Vereine und Institutionen mit ihren Erfahrungen und Ideen eingebunden wurden. Im Rahmen einer sogenannten SWOT-Analyse seien die regionaltypischen Stärken und Schwächen analysiert und ein Förderkonzept aufgestellt worden, dass auf die aktuellen und künftigen Bedürfnisse der Region zugeschnitten sei, berichtete der Vorsitzende weiter.

Die IES hat vier Handlungsfelder festgelegt, die die Schwerpunkte der künftigen Arbeit der AktivRegion darstellen. Diese sollen interaktiv und vernetzt ineinandergreifen und so Chancen und Wege für die Zukunft aufzeigen.

Nachhaltige Daseinsvorsorge

Für die nachhaltige Daseinsvorsorge sollen 40 % der Fördergelder eingesetzt werden. Dazu ge-hört, den regionalen Handlungsbedarf im Hinblick auf den anstehenden demographischen Wandel zu ermitteln. Interkommunale Zusammenarbeit ist das Schlüsselwort für die nächsten Jahre. Ziel ist es darüber hinaus, die Identität der Kommunen zu stärken, das ehrenamtliche Engagement zu fördern und die Attraktivität der Ortskerne zu verbessern.

Klimawandel und Energie

Die Kommunen sollen in die Lage versetzt werden, die Herausforderungen für die Wärmewende als Teil der Energiewende zu meistern. Kompetenzvermittlung und modellhafte Umsetzungsmaßnahmen sollen gefördert werden. Hinzu kommen Projekte für eine klima- und generationsgerechte Mobilität. 30 % der Fördergelder sollen in dieses Handlungsfeld fließen.

Wachstum und Innovation

Die wirtschaftliche Existenzgrundlage der Region muss gesichert und ausgebaut werden. Wir wollen Gründungsimpulse und Innovationsanreize schaffen. Vor allem der Tourismus sollte auf Qualität und Nachhaltigkeit zukunftssicher ausgerichtet werden. 20 % der Fördersumme fließen in diesen Themenbereich.

Bildung und Kultur

10 % der Fördergelder will die AktivRegion nutzen, um das Bildungs- und Kulturangebot besser zu koordinieren und zu ergänzen. Große Bedeutung kommt der Erleichterung der Bildungsübergänge und der Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Kultur zu.

Mitte Juli hat der Vorstand der AktivRegion bereits fünf Projekte, die die neue Förderperiode einläuten, für förderfähig erklärt. Dazu gehören die Verbesserung des Fähranlegers in Bosau, das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept Malente, die Umgestaltung des Kirchplatzes der Michaeliskirche in Eutin, die Machbarkeitsstudie für eine Buslinie um den Plöner See und das Projekt „Garten am frischen Wasser“ des Kirchenkreises Ostholstein. Letzteres wird mit 100.000 € gefördert und wurde auf dem Pressegespräch von Propst Dirk Süssenbach vorgestellt.

Joachim Schmidt und sein Stellvertreter Horst Weppler appellierten gemeinsam an die Bürge-rinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine, Verbände und Institutionen der Region, die Chancen zu nutzen und Projekte oder Maßnahmen einzureichen, um die Fördermöglichkeiten über die AktivRegion auszuschöpfen. 

Weiter Informationen:

Redetext des Vorsitzenden der AktivRegion, Joachim Schmidt

Redetext des stellvertretenden Vorsitzenden der AktivRegion, Horst Weppler

Projektinfo "Garten am frischen Wasser"